Obst und Gemüse künftig ohne Plastiksackerl

Datum 27.04.2011 17:00 | Thema: 

Obst und Gemüse künftig ohne Plastiksackerl

Im Lebensmitteleinzelhandel werden künftig im Obst- und Gemüsebereich Sackerln aus biologisch abbaubaren Materialien angeboten. An der heute in Wien von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) und vom Lebensmitteleinzelhandel präsentierten Aktion wollen sich fast alle Handelsketten beteiligen, heißt es.


Im Rahmen des von Berlakovich im Jänner initiierten 5-Punkte-Programms zum Ende der Plastiksackerl startet das Pilotprojekt, das der Minister als "Anfang vom Ende des Plastiksackerls im österreichischen Handel" bezeichnet.

Evaluierung nach einem Jahr

Die Aktion wird außerdem hinsichtlich ihrer Praktikabilität (Akzeptanz beim Konsumenten, Entsorgung, Alltagstauglichkeit etc.) vom Ministerium und von beauftragten Instituten begleitet und nach einem halben Jahr evaluiert.

Der Umweltminister hofft nach eigenen Angaben, dass die Österreicherinnen und Österreicher die neue Initiative unterstützen, da sie "ohnehin als Mülltrenn-Weltmeister bekannt" seien, die 96 Prozent des Abfalls verwerten beziehungsweise recyceln.

Kennzeichnungspflicht soll geprüft werden

Im Rahmen des 5-Punkte-Programms zum Ende der Plastiksackerln sind auch die verstärkte Bewusstseinsbildung zur Steigerung der Abfallvermeidung und die Evaluierung bestehender Regelungen anderer EU-Länder im Kunststofftragetaschen-Bereich vorgesehen.

Außerdem soll die Prüfung einer Kennzeichnungspflicht für Plastiksackerln durch die EU-Kommission angeregt werden, heißt es aus dem Umweltministerium.





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